Schwulst.de zensiert. Meinungsfreiheit war gestern | Kangaroo MusiQue's Blog

Schwulst.de zensiert. Meinungsfreiheit war gestern

Oder: wie ein Schwulst-Redakteur einfach mal so austicken kann und allem Anschein auch darf.

Schwulst twittert. Ich folge. Gerne sogar, denn ich lese oft und regelmässig die Beiträge die von Schwulst online veröffentlicht werden und versuche auch immer regelmässig das Heft zu bekommen – obwohl ich dafür von Dettingen gute 50 Kilometer nach Stuttgart fahren muss, um es dort zu holen. Eine PDF-Version des kostenlosen ehrenamtlichen Magazin gibt es nicht und ist laut Aussage des dortigen “Chefs” auch nicht gewünscht. So hat man es zumindest inoffiziell gehört. Gut – OldSkool kann auch Trend sein.

Heute twitterte Schwulst also: Laura schließt (vermutlich) zum Jahresende.

Schwulst zwitschert und die Welt hört zu

Schwulst zwitschert und die Welt hört zu

Was ich daran nicht mag, ist wenn man Gerücht streut und das als knallharten Journalismus verkauft. Eine Überschrift wie “Laura schließt zum Jahresende” wäre ne echte Info gewesen. Eine Relativierung durch ein “voraussichtlich”, falls sie sich doch noch anders entscheidet, weil sie einen Lichtblick am Ende des Tunnels findet, wäre absolut korrekt. Ein “vermutlich” zeigt meiner Meinung nach auf ein an den Haaren herbeigezogenes Halbwissen oder auch Gerücht. Das darf man natürlich so im privaten Umfeld machen, aber doch nicht in einer Online-Ausgabe eines Print-Mediums von einem der dortigen Redakteure. Gut, kann ja mal in der Headline passieren..

Im Artikel selbst heisst es verfasst von “Rian”:

Nachrichten bei Schwulst

Nachrichten bei Schwulst

szene : stuttgart | Laura’s Club wird vermutlich zum Jahresende leider schließen müssen. Viele der regelmäßigen Parties im Club haben sich bereits ein neues Zuhause gesucht. Sollte es wirklich dazu kommen, bräche eine der wichtigsten Institutionen in der Stuttgarter Szene weg. Unsere “Redakteurin” Lola sprach mit Laura über die Ursachen und Hintergründe. Mehr Details in den Bunten Seiten der Ausgabe 84, ab 27. November in gutsortierten Szenekneipen.

An sich auch nicht so tragisch. Zwar wiederholt man direkt am Anfang, dass man von nix wirklich was genaues weiss, bedauert das durch ein “leider” aber auch gleich :-) Das Tolle daran ist aber, dass “Redakteurin Lola” ja mit Laura (der Besitzerin von Lauras Club) bereits über die URSACHEN und HINTERGRÜNDE gesprochen hat – es also durchaus Fakten gibt, die man verkünden könnte. Die man aber nicht nennen kann / mag / will – weil es dann doch einen journalistischen Background hätte.. Recherchierte News.. und das geht wohl bei Schwulst nicht – zumindest nicht laut Rian, drum ist alles nur “vermutlich”. Nichts als die Wahrheit.

Mich ärgert sowas und ich schreibe deshalb in den Kommentaren:

Mein Kommentar bei Schwulst Stuttgart

Mein Kommentar bei Schwulst Stuttgart

mySCOUT!com, 15. November 2009, 18:10:12
Offiziell oder Gerücht? Vermutlich in der Titelzeile. Irgendwie ist der redaktionelle Anspruch zumindest
online nicht wirklich gegeben, leider. Macht se jetzt zu oder ned? Ja oder nein.. Vermutlich… Na danke.. schade um die Bits und Bytes :-)

Darauf hin ergänzt ein weiterer Leser den Schwulst Artikel mit Aussagen (die zumindest in einer anderen Zeitung so veröffentlicht wurden) und dann dreht Rian von der SchwulstRedaktion komplett – für mich nicht nachvollziehbar – am Rad:

Das Online-Verhalten von Schwulst-Redakteuren

Das Online-Verhalten von Schwulst-Redakteuren

Verfickte Scheisse. Entscheidet euch mal, was ihr wollt. Das ist mein letzter Kommentar zu dem Thema.
ICH habe keine anderen Infos als dass sie die Entscheidung noch treffen wird. PUNKT.
Darum wollte ich es hier nicht veröffentlichen. Dann musst ich mir übers Wochenende alles mögliche
vorwerfen lassen, dann reagiere ich darauf und schreib was, wie gefordert, und werde schon wieder
angemacht.
Diese ganze Kacke kotzt mich jetzt wahnsinnig an. Macht doch euren Scheiss alleine. Echt.
Und myScout, wenn’s Dir hier net passt: Mir wäre nicht bewusst, Dich zum Lesen hier gezwungen zu
haben. Du musst einfach nicht hier draufgucken. Kümmer Dich lieber mal um Deine eigenen Projekte, die
sich “zufällig” gleiche Namen geben wie etablierte ehrenamtliche journalistische Projekte in Stuttgart und
denen die Homepage wegschnappen. Wenn das Abkupfern und Nachmachen Deine Messlatte ist, dann
bin ich froh, dass Schwulst die nicht erfüllt. Auf Wiedersehen!

Er schimpft ein bisschen, benutzt Kraftausdrücke, will nicht, dass sein öffentliches Medium von Leuten gelesen wird, man aber zumindest keine Meinung haben sollte und lehnt sich weit aus dem Fenster, vermischt unterschiedliche Themen miteinander und kocht ein Neues daraus, wird persönlich – das was Journalisten in etablierten, ehrenamtlichen journalistischen Projekten in Stuttgart halt so tun, wenn sie gut drauf sind.

Darf er ja, ihm gehört ja der Laden.

Ich denke mir.. Nunja.. das darf man so ja auch nicht stehen lassen und versuche zu erklären, um was es mir geht:

Mein weiterer Kommentar bei Schwulst.de

Mein weiterer Kommentar bei Schwulst.de

Oh, Rian, ich lese, was man mir vorsetzt. Deshalb wird es doch auch geschrieben. Ich bin nur der
Meinung, dass man Aussagen treffen sollte, statt Gerüchte zu streuen. Denn wenn ihr doch schon im
Artikel schreibt, dass ihr mit Laura gesprochen habt, die Hintergründe und sonstwas kennt. WARUM um
alles in der Welt muss dann ein “vermutlich” in der Schlagzeile stehen? Weil man es vermutlich nicht besser kann, oder weiss.
Das eine Thema hat natürlich mit dem anderen nichts zu tun und mit solchen “öffentlichen” Aussagen
gefährlichen Halbwissens disqualifizierst Du dich letztendlich nur selbst.
Macht aber nix. Man weiss ja, von wem es kommt :-)

Darauf hin macht er allerdings etwas, was er eigentlich nicht darf, er editiert seinen Beitrag, korrigiert diesen und löscht meinen Kommentar.

Bild 11

Die Schwulst Redaktion verfälscht Ihre Beiträge

Zuerst dachte ich, dass ich meinen Kommentar nicht richtig abgeschickt habe, und poste ihn nochmal. Ich speichere nämlich grundsätzlich alle meine Kommentare zwischen und als PDF bei Online-Versionen von Printmedien, damit ich eine lokale Sicherung davon habe. Also Copy & Paste und nochmal abschicken.

Ich prüfe ob der Kommentar drin ist. Er ist es. Einige Minuten später ist er wieder weg. Also entfernt worden. Zensur. Journalistische Vollzensur. SOWAS kotzt mich an. Absolut. Und das schreibe ich in einem weiteren Kommentar:

Mein letzter Kommentar bei Schwulst.de

Mein letzter Kommentar bei Schwulst.de

Das empfinde ich so, ist meine Meinung und sicherlich korrekt. Schließich ist hier der Schwulst-Redakteur “Rian” itself am Werke.

Dannach wird unser IP-Netz geblockt, ich bekomme eine 403-Error-Page mit “Forbidden” via ePlus kommt man noch drauf, sieht auch, dass schon wieder meine Kommentare gelöscht sind, alles andere kritische von anderen Usern auch, aber es ist mir zu dumm.

Schwulst.de blockt IP-Netze

Schwulst.de blockt IP-Netze

Vielleicht sollte ich mich irgendwie beschweren, bei einer höheren Stelle, welche die Online- und Presse”freiheit” die sich Schwulst hier rausnimmt mal genauer unter die Lupe nimmt. Ist es denn OK, dass man ganze IP-Netze blockt, egal ob sich dahinter ich, mein Nachbar oder ein anderer User aus dem gleichen IP-Netz befindet. Arm! Wirklich arm! Aber ehrenamtliche journaistische Projekte sind ja leider nicht reich.

Doch.. reich an Blafasel… denn in einem anderen Kommentar bei Schwulst Online schreibt Rian:

Das ist doch eine offene Plattform auf der jeder seinen Senf dazugeben kann, und so lange es nicht beleidigend wird und im gesetzlichen Rahmen bleibt, sind auch kontroverse Ansichten hier durchaus erwünscht.
Generell ist Schwulst kein geschlossenes System. Wir wünschen uns konstruktive Diskussionen und Anregungen von Außen

Na.. das ist doch mal was. Da fallen dann die anderen “Unmöglichkeiten” dieser speziellen, wichtigen Schwulst-Redaktion-Person gar nicht mehr so ins Gewicht.

Ich weiss, zumindest wo ich in Zukunft als schwuler Unternehmer sicherlich kein Geld liegen lassen werde – weder online noch offline, und ich kann jedem nur raten sich genau zu überlegen ob er sich mit dieser Art von Journalismus in Verbindung bringen lassen möchte, solange bei Schwulst.de noch solche Sitten herschen. Und auch hier gilt irgendwie: früher war alles besser :-)

Regelrecht niedlich liesst sich da:

Kraftausdrücke und Zensur sind Pressekodex!

Kraftausdrücke und Zensur sind Pressekodex!

Pressekodex? Hier findet man ihn vollumfänglich!

Nachtrag: Ohh.. Rian ist ja sogar der / im Vorstand von Schwulst, ist Redakteur für die Print-Zeitschrift und für Web UND macht die Anzeigenleitung. Heisst auch eigentlich Dennis Scheck. Dann aber wundert es mich auch nicht, wenn sich in Schwulst-Online die Pressemeldungen ab und an als nackte Werbung ungekennzeichnet mit den News-Beiträgen vermischen. Aber er sollte sowas doch eigentlich wissen, als Redakteur.

Noch ein Nachtrag: Damit es im Zusammenhang bleibt und für’s Archiv, hier die PDFs im chronologischer Abfolge.

  Schwulst Kommentararchiv (787.9 KiB, 305 hits)

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29 Antworten zu “Schwulst.de zensiert. Meinungsfreiheit war gestern”

  1. Rian schreibt:

    Nur ganz kurz: Ich wollte dazu nichts schreiben, bin aber von mehreren Nutzern aufgefordert worden, die Meldung (auch wenn es ungewiss ist) zu veröffentlichen. Das habe ich getan.

    Daraufhin fand ich Deine Äußerungen als persönlich beleidigend und abwertend. Dass Kritik bei uns auch gut aufgefasst wird zeigen über 25 Kommentare auf unserer Homepage zu dem Thema Laura und unserer Berichterstattung dazu. Aber persönlich muss ich mich nicht beleidigen lassen.

    In unseren AGBs steht, dass wir Kommentare, die NACH UNSEREM ERMESSEN beleidigend sind, kommentarlos gelöscht werden. Ich finde Deine Kommentare persönlich beleidigend, daher habe ich sie gelöscht, wie es in unseren AGBs steht.

    Da Du aber mehrmals durchblicken hast lassen, dass das Schwulst schlecht sei, dass unsere Homepage schlecht ist usw. frage ich mich, wieso Du so unbedingt drauf willst. Mach Dir doch selbst den Gefallen und bleibe weg davon, dann musst Du das Übel nicht mehr sehen.

    Aber wenn Schwulst so schlecht ist, dann frage ich mich, wieso Du unbedingt unsere Anzeigendaten wolltest und ein Banner schalten wolltest. Bist Du sauer, dass ich das nicht wollte? Oder weil ich Dir nicht erlaubt habe, das Schwulst einzuscannen?

    Und nackte Werbung ist nie als Artikel getarnt auf unserer Seite. Informier dich doch mal, bevor Du anderen an den Karren fährst.

  2. Rian schreibt:

    Und nur noch als Nachtrag: Du schreibst, dass alles kritische gelöscht wurde. Das ist absolut falsch. Ich habe Deine Beiträge gelöscht, weil sie mich persönlich angegriffen haben, aus persönlichen Gründen die nichts mit dem Schwulst zu tun haben. Sonst habe ich keinen anderen Userkommentar gelöscht! Stell das mal richtig.

  3. Kangaroo MusiQue Kangaroo MusiQue schreibt:

    Was man bei

    “Offiziell oder Gerücht? Vermutlich in der Titelzeile. Irgendwie ist der redaktionelle Anspruch zumindest online nicht wirklich gegeben, leider. Macht se jetzt zu oder ned? Ja oder nein.. Vermutlich… Na danke.. schade um die Bits und Bytes :-)

    als PERSÖNLICH oder generell beleidigend sehen soll, ist mir zwar ein Rätsel, aber das klären wir dann einmal an anderer Stelle. Richtigstellungen kannst Du hier ja selbst verfassen (und hast es ja dann auch schon getan). Aber ich lass dich jetzt auch alleine weiter spielen. Dein Sandkasten ist mir nämlich für größere Schlachten etwas zu klein geraten :mrgreen: Auch wenn Du bei Schwulst “UNSER ” bist.

  4. Kangaroo MusiQue Kangaroo MusiQue schreibt:

    Die Anzeigeninfos waren – so nebenbei – für einen Freund mit einem keineren Handwerk-Gewerbebetrieb in der Nähe von Reutlingen, der Schwulst und die dortigen Werbe-Möglichkeiten für kleine Gewerbebetriebe auch im Homo-Führer nicht kannte. Und schlicht nicht wusste, dass man dort “zielgruppengerechte” Werbung schalten kann. Mein Gatte – also nicht mal ich – wollte für ihn die Mediendaten besorgen, weil er meinte, einen direkteren Draht zu euch zu haben. Ihr verweigert das Herausrücken von Media-Daten bzw. einfachen Preislisten mit dem Hinweis “Angst vor Wettbewerb” und einem “Wir sind schonmal auf die Schnauze gefallen mit sowas”.. Na dann.. lasst es doch bleiben. Würde ich fremde Media-Daten brauchen um mich daran zu orientieren, so gäbe es alleine in Deutschland bestimmt 40 – 50 homo-orientierte Redaktionen die ohne Murren Geld verdienen wollen. Und ich würde auch keinen “vorschicken” sondern direkt nach Preisen fragen, wie es so meine Art ist. Direkt und unverblümt.

    Statt aber eben einfach einmal mit jemandem zu reden und wegen Ängste, Nöte und Bedenken klare Worte zu fassen und den Dialog zu suchen, stellt ihr (also du) euch que(e)r und geht nun sogar soweit eigenmächtig zu entscheiden, wer “gut genug” für eure Homepage ist. Auch recht – ich wusste bis dato nicht, wie spießig und zugleich “schwul” Schwulst sein kann. Und genau deshalb hat sich das Mag in meinen Augen disqualifiziert. Nicht wegen Schwulst selbst, sondern wegen Dir, der du UNSER Redaktionsmitglied zu sein scheinst, der die Ruder in der Hand hält und schlicht nicht merkt, dass er mit künstlicher Arroganz und anscheinend auch fehlendem Selbstvertrauen schlicht in die falsche Richtung steuert.

    Wer will sich denn freiwillig in einem der Stuttgarter “Medien-Projekte” engagieren wollen, wenn er ausser Gekeife und Pseudo-Machtgerangel nichts vorfindet, was einen begeistern kann und bei der Stange hält? Warum soll man sich bei Radio-Projekten engagieren, wenn selbst die “Kernmacher” keinerlei Engagement zeigen. Und ihr wundert euch? Ich wundere mich auch.

  5. Rian schreibt:

    An dem von Dir zitierten ist natürlich nichts persönlich beleidigend. Daher habe ich den Kommentar auch nicht gelöscht, der ist ja die ganze Zeit online. Die Beleidigungen kamen ja erst später …

    Deine Demagogik bringt uns nicht wirklich weiter. Du drehst Dir echt auch alles hin wie Du willst. Kritik gibt es durchaus auf Schwulst.de und wird nicht gelöscht, wie Du ja an den anderen Kommentaren vom Wochenende sehen kannst. Informiere Dich bitte besser, bevor Du mit Unwarheiten hier gegen mich schießt.

    “Darauf hin ergänzt ein weiterer Leser den Schwulst Artikel mit Aussagen (die zumindest in einer anderen Zeitung so veröffentlicht wurden) und dann dreht Rian von der SchwulstRedaktion komplett – für mich nicht nachvollziehbar – am Rad:”

    Schau Dir mal die Kommentare vom Vortag an, an denen ich angegriffen wurde, dass wir das über Laura noch nicht geschrieben haben. Ich wurde aufgefordert, dass wir auch Vermutungen veröffentlichen sollen. Das habe ich getan, wie es drei andere User gefordert hatten. Und dann kommt Dein Anschiss für seichten Journalismus. Und da muss ich mich fragen: “Was wollt ihr eigentlich”. Egal was ich mache ist es nicht recht.

    Davon abgesehen, dass mein Opa am Wochenende verstarb, und ich zwischen den Trauerfeierlichkeiten an der Printausgabe layoute, weil die morgen in Druck muss, und ich seit Tagen kaum geschlafen habe und mich hier abrackere, und angepflaumt werde, wenn ich nichts schreibe, mich dann füge, und dann von Dir angemacht werde.

    Ich finde es sehr schade, dass Du hunderte Stunden ehrenamtliches Engagement für Schwulst so niedermachst.

    Und nebenbei bemerkt finde ich es sehr unhöflich, dass Du hier meinen vollen Namen und alles reinschreibst. Mach es gegen einen persönlichen Feldzug gegen mich, der ja eigentlich mit Schwulst nichts zu tun hat(te). Das ist ok, damit kann ich leben. Da ist ein kleiner Teil der Welt sauer auf mich. Aber dass Du das komplette Schwulst reinziehst finde ich daneben…

  6. Kangaroo MusiQue Kangaroo MusiQue schreibt:

    Egal. So kommen wir nicht weiter. Du hast Deine Meinung und den Ego-Split zwischen Schwulst und Dir, den Du dir so hindrehst, wie Du es brauchen kannst und ich sehe es eben irgendwie anders. Du hast trotz “hobby und privater Belastung (die hier gar nicht zur Sprache kommen sollte) redaktionelle und journalistische Verantwortung zu tragen und scheinst der Meinung zu sein, es korrekt zu machen. Deine Meinung. Ist doch ok. Meine sieht eben anders aus. Du nutzt deine gottgegebenen Machtpositionen aus um Dich persönlich schnell genug um die eigene Achse drehen zu können. Auch gut. Darf man ja, wenn einem Schwulst zu Eigen ist.

    Ich habe EUCH ja eine Mail geschrieben mit der Bitte mir die nächsten Redaktionssitzungstermine mitzuteilen, an denen man teilnehmen kann, so dass ich dort die Probleme gerne nochmal auf den Tisch und zur Sprache bringe.Ich treffe mich auch gerne in entspannter Athmo in einer beliebigen homo- oder hetero-Pinte/Cafe/Bar/Restaurant zur gemütlichen Grundsatzdiskussion. Aber ich warte da einfach mal auf Reaktion. Vielleicht findet sich ja noch ein weiterer von EUCH, der etwas ruhiger an die Sache rangeht und mit mir eine sachliche Diskussion führen möchte, soweit es eben möglich ist.

  7. Rian schreibt:

    Geh mal in Dich, und überlege, ob Du nicht gewaltig über das Ziel hinausschießt…

  8. Bernd schreibt:

    So wie ich das sehe, hat er sein Ziel genau getroffen. Weder ist er drüber hinausgeschossen, noch hat er untertrieben. Schöne Sache, dass es diese Geschichte ins Bildblog geschafft hat!

  9. T schreibt:

    Ich weiß gar nicht, warum dieser Artikel es in die Rubrik “6 vor 9″ bei BILDblog geschafft hat? Die ganze Geschichte schaut mir eher nach einer 1:1-Fehde zwischen zwei “Freunden” aus, die mich nicht sonderlich interessiert.

  10. Grunty schreibt:

    Ich will ja Euer kleines Pläuschchen nicht stören, aber es würde Außenstehenden sehr viel weiterhelfen, wenn sie sich selbst ein Bild von den Postings machen könnten. Bisher habe ich von myScout in den hier veröffentlichten Screenshots nicht mal den Hauch einer Beleidigung entdeckt. Wenn Du, Rian, belege dafür hast, dann immer her damit. Noch besser wäre es gewesen: Gar nicht erst löschen. Und Editieren ohne Edit-Hinweis ist auch eher keine Sache, mit der man Vertrauen und Transparenz schafft.

    Da ich hier nur über einen Link bei Bild-Blog (ja, eure Fehde wird nun von vielen gelesen) hergekommen bin und keinen von Euch kenne, bin ich ziemlich neutral und reagiere gut auf Fakten. Fakten sind z.B., daß Du, Rian, von 25 Kommentaren schreibst, ich zur Zeit aber nur 10 finde. Und die sind alle neutral oder auf Deiner Seite. So gesehen, kann ich den Zensurvorwurf nachvollziehen. Geh doch auch mal in Dich und überlege, wie selektives Löschen von Kommentaren als Außenwirkung rüberkommt. Gar nicht gut. Mach’s doch wie myScout (oder Kangaroo oder wasauchimmer) und führe den Übeltäter vor. Wenn er Dich tatsächlich persönlich beleidigt hat, dann wird das sicherlich offensichtlich sein. Wobei Du bei Deinem “Rant” auch ziemlich tief in die Schimpfwortkiste gegriffen hast. Aber den hast Du ja auch gelöscht…

    Jetzt ruhen die Augen von Tausenden Lesern auf Euch. Macht was draus.

    *grunt*y

  11. jan schreibt:

    hi Rian, erstmal ein herzliches beileid.

    und euch beiden einfach mal nen dank für dieses beispiel. irgendwie kommt mir da viel in den sinn.

    mein eigener ärger über mehr oder weniger subjektive beleidigungen, mein ärger über edits von admins ohne editinfo und natürlich über zensur.
    wobei da wort zensur einfach falsch ist in dem zusammenhang, aber es passt zum gefühlten. maulkorb oder so passt vielleicht…

    was mir aber vorallem deutlich wurde bei eurem disput ist wie sehr ihr kommunikation als kampf/krieg deutet, wie schwer es menschen fällt öffentlich unkluges verhalten einzugestehen und es tut schon fast weh zu sehn wie niemand auf die idee kommt es mit menschlickkeit und fehlerfreundlichkeit zu versuchen. naja und man erkennt sich auch leicht in eurem disput wieder…

    also macht was draus!

  12. Peter schreibt:

    Wirklich erstaunlich, welche Kreise der völlig belanglose Basenastreit zweier sendungsbewusster Redakteure von kleinstadtszenerelavanten Regionaltratschblogs ziehen. Bis zur Bildblog, na sieh mal einer an. Und dass nicht, weil das Thema so gewichtig wäre, sondern weil die Redakteure so tun, als ob sie gewichtig wären.

    Früher (war alles besser) waren die Trümmertunten und Bier&Schnaps-Queens der Sud der schwulen Stadtgesellschaft. Heute scheinen es zeilenschindende Rechthaber zu sein, deren einzige Legitimation ihr Zugriff auf ein Blogdashboard darstellt.

    Rosa Szenetratsch und Klatsch im Fokus der Blogosphäre mit anschließender Handtaschenschleuderei – Eure Blogs nicht zu lesen, kommt in etwa dem Rausschmiss aus einer Leprakolonie gleich.

    Liebe Grüße,
    Peter

  13. Rian schreibt:

    Lieber Thorsten Norman Mitschele,

    Du hast ja die ganze Vorgeschichte weggelassen, die sich seit über einem halben Jahr zwischen uns fern ab von jeder Öffentlichkeit abspielt. Weil die Dich viel weniger in dem Licht des Opfers erscheinen lässt?

    Und nur nochmal zum Vergleich: Ich habe Dich NIE öffentlich derart angegriffen. Das schlimmste, was ich mir vorwerfen lassen muss, ist, gestern Abend zwei Kommentare von Dir gelöscht zu haben, was vielleicht nicht die beste Entscheidung war, nach unseren Bedingungen (die Du ja sicher kennst weil Du sie beim Kommentieren akzeptiert hast), aber durchaus zulässig und begründbar.

    Jedoch schadet das alles nicht im geringsten Deinem Ruf. Du hingegen kommst hier mit der vollen Breitseite und das ganz persönlich und öffentlich. Was wiedereinmal meine Meinung über Dich nur wunderbar bestätigt.

    Aber wenn Du diese Öffentlichkeit brauchst und damit auch die Bekanntheit Deiner Seite nach oben puschen musst, sei es Dir von Herzen gegönnt. Ich weiß zum Glück ja, wie es wirklich ablief.

  14. LTray schreibt:

    @T
    16. November 2009 at 09:29:

    Seh’ ich genauso. Im Regelfall sind die 6vor9-Sachen oft ganz interessant, aber das hier ist wirklich nur langweilig.
    Klingt echt nach nix weiterem als ein bisschen Fehlkommunikation hier, ein bisschen verletzter Stolz da.
    Fertig ist die “Zensur”-Geschichte.

    Als gäb’s nicht in jedem Forum, in jeder Kommentarfunktion Kommentare, die gelöscht werden. Und zwar von Menschen, die ihrem Ermessen nach die Seite “sauber” halten wollen.
    Sonderlich produktiv waren jetzt deine Kommentare nicht gewesen. Nichts, was man nicht lieber persönlich hätte klären können.

    Man man man, dieses Öffentlichkeits-geile von manchen Menschen find ich echt befremdlich…Wenn dich stört, was die machen, guck’s dir halt nicht an oder schreib’ denen E-Mails. Aber so skandalös find ich das alles nicht…

  15. Sven schreibt:

    Sturm im Wasserglas. Ich dachte schon, hier ginge es wirklich um Zensur, dabei geht es hier nur um Privatgezicke.

    Egal, schwulst.de ist ne nette Seite, hab’s mir gleich in die Bookmarks getan. Danke für den Linktipp. ;-)

  16. Kangaroo MusiQue Kangaroo MusiQue schreibt:

    Oh, man(n) sollte nicht die Kommentare mit dem eigentlichen Artikel inhaltlich mischen. Privatgezicke ist was anderes und in den Komentaren sicherlich herauszulesen. Aber der eigentliche Punkt des Themas ist ja dann doch ein anderer.

  17. sam schreibt:

    Ich fände es sinnvoll, mal wirklich ALLE Kommentare KOMPLETT zu posten, einfach damit man sich ein etwas weniger persönliches Bild von der Situation machen kann.

  18. Kangaroo MusiQue Kangaroo MusiQue schreibt:

    Ich kann das PDF mit den Kommentaren ja mal zum Download an den Artikel hängen. Bringen tut es eh nix, interessant ist es auch nicht – aber dann ist es wenigstens en bloc.

  19. Ben schreibt:

    Ich hab auch schon die erfahrung gemacht, dass meine (subjetiv empunden) sachlichen Kommentare gelöscht wurden und kann verstehen, dass dich das fuchsteufelswild gemacht hat. Was dann aber gar nichts bringt, ist in einem weiteren Kommentar auf diese Löschung hinzuweisen, weil man den Admin damit bloßstellt – mehr nicht. Besser ist es eine mail zu schreiben und nach dem Grund zu fragen. Wenn der Admin, wie hier ja zu lesen ist, das im Nachhinein selbst als Fehler einsieht, wird er das erklären und auf der betreffenden Seite auch richtigstellen, das gehört nämlich auch zur Einsicht dazu. Wenn er es nicht einsieht – drauf geschi**en – die Welt, auch die Netzwelt, ist groß. Zu groß, als das man sich für solche Sachen aufreiben sollte.

    Ich find es aber grundsätzlich problematisch “persönlich beleidigend” zu definieren und so etwas als Grund für das Löschen von Kommentaren anzuführen. Natürlich gibts Sachen, die sind einfach beleidigend und da gibts dann auch keine zwei Meinungen. Dein Kommentar war es jedenfalls nicht und ob das jetzt ne Vorgeschichte hat oder nicht interessiert keinen, weil diese Vorgeschichte weder im Artikel noch in deinem Kommentar thematisiert wird.

  20. Daniel schreibt:

    Lustig. Auch wenn es eigentlich zum Heulen ist.

    Warum kann man eigentlich keine Meldung machen, daß man die Info hat, daß Laura sich derzeit überlegen muß/soll/kann/tut, den Club Laura aus diesen und jenen Gründen zu schließen. Das wäre sachlich korrekt, kein Gerücht und der Hinweis auf mehr Info im November-Heft von schwulst wäre dann auch gerechtfertigt.

    Aber dann in der ersten Reaktion mit “verfickte Scheiße [...] Macht euren Scheiß doch alleine” zu reagieren und fast schon zu hyperventilieren, ist unprofessionell, kindisch und schon arg Drama Queen. Welchen Scheiß soll wer alleine machen?

    Das schwullesbische Stuttgart mit Infos zu versorgen? Na dann gibt’s sowas halt nicht mehr. Pech. Für wen auch immer. Gibt ja auch GAB, Blu und wie das alles heißt.

    Wer natürlich überall nur Bröckchen hinwirft oder sich im Besitz höherer Mysterien wähnt, darf sich nicht wundern, wenn die Leute nachfragen und mehr wissen wollen. Vor allem, wenn man alle auf 2 Wochen später vertröstet, wenn das neue Heft ausliegt. Das ist so quasi das Antonym zu Twitter. Der Fortsetzungsroman aus den 70ern.

    Aber auch dafür gibt es sachliche, neutrale Reaktionen. Und wenn es ein “Wir sind noch am recherchieren. Wir haben nur die Info, daß sie es sich derzeit überlegt.” ist, würde das zumindest von einer gewissen Souveränität im Umgang mit der “Kundschaft” sprechen. Dazu gehört auch, etwas nicht zu veröffentlichen, wovon man keine sichere Kenntnis hat. Aber dazu “quasi aufgefordert worden sein”… soviel zum Thema Unabhängigkeit.

    So bleibt halt ein schwäbisches G’schmäckle und irgendwie hofft man inständig, daß die SPIEGEL-, TAZ- oder FAZ-Redaktion nicht ähnlich reagieren würde, wenn man einen derartigen – nennen wir ihn mal “unfertigen” – Artikel beanstandet.

    Und es ist gut, daß es sowas ins bildblog schafft.

  21. Kangaroo MusiQue Kangaroo MusiQue schreibt:

    Naja.. mich ärgert nur, dass jetzt mein Gatte da mit reingezogen und in “Sippenhaftung” genommen wird, und die Schwulst-Redakteure das jetzt als “private Fehde” hinstellen. Ich kenne die “Herren” nicht mal persönlich, noch nicht mal vom Sehen; und das Fehlverhalten eines Redakteurs in der Art und Weise würde bei jeder anderen Online-Version eines Printmediums zu 100% mit sofortiger Kündigung belohnt werden. Nicht nur Spiegel, TAZ und FAZ, sondern auch GAB und Blu würden so etwas von einem Redakteur ned hinnehmen können und wollen, da bin ich mir sicher. Aber das ist der Vorteil von ehrenamtlichen Publikationen. Man kann sich daneben benehmen, weil das Medium eine gewisse Abängigkeit hat. Schade. Aber so ist das dann halt mal. Und nachdem in diesem kleinen Stuttgart irgendwie alle an den gleichen Dingen arbeiten und verantwortlich scheinen, können diese sich auch gegenseitig auf die Schulter klopfen, sich gegenseitig “decken” und in ihrer rundum heilen Welt weiter ihre Positionen leben.

  22. Ali schreibt:

    Also ich habe herzlich gelacht. :D

  23. Hehe schreibt:

    Rian, es sind die AGB und nicht AGBs…

    Armes Deutschland…

  24. Kand.in.Sky schreibt:

    Eine schöne und spannende wie auch typische Geschichte.

    Was mich wundert: Egal ob Zeitung, Prominente oder Blogger, jeder von denen handelt so als gäbe es keine Öffentlichkeit, kein googlecache, keinen sogenanten StreisandEffekt.
    Offenbar steigert sich der persönlich Druck jeden Tag weiter so dass Ventilationshandlungen immer öfter/extremer werden. Aus Nichtigkeiten.

    ich wette um 100 Nazigolds, dass der Red. auch bei Wikipedia Admin ist – wer geht mit?

    #k.

  25. Mario schreibt:

    Hey leutz das glaubt ihr nicht: jetzt ist die gesamte kommentarfunktion beim schwulst deaktiviert. Weder kann man kommentare schreiben, noch die bisherigen lesen…also das is ja nur noch peinlich!

  26. Kand.in.Sky schreibt:

    Hahahahaha!

    Eine Publikation für Minderheiten die stets mit Repressionen/Sanktionen rechnen müssen geht nun selber genau diesen Weg..!
    hahahahaha… ich lieg vor Lachen unterm Tisch, das ist einfach zu köstlich, das kann man sich nicht ausdenken, die Realität übrtrifft/ist bissiger als jede Satire… *muahahahahahaa*…

    was kommt als nächstes, Stefan Herre als Gastautor..?
    *muahahahahhaaa*

    #k.

  27. Mario schreibt:

    das is echt zensur der derbsten sorte! und noch dazu ohne jeden hinweis, weder auf der website noch als mail an die kommentierenden user! so als ob es eine kommentarfunktion bei schwulst nie gegeben hätte! schade dass ich die diskussion nich gesichert habe….
    es is eben doch so, wie es in den kommentaren zu anfang der diskussion geschrieben wurde: objektive, nachforschende berichterstattung, oder sogar kritische bemerkungen über sponsoren des schwulst oder ‘verdiente’ szenegrößen sind im schwulst nicht gewollt.

  28. Oli S. schreibt:

    Hi, so ne Aktion geht ja echt mal gar nicht. Ich nehme an, Grund für den derben Eingriff ist die Diskussion um die Schliessung vom Lauras. Und weil ihm das nicht gepasst hat, was da über die tolle “Schwulenmutti” L. geschrieben wurde, hat der Schwulst-Chef einfach alle Kommentare unsichtbar gemacht. Seriöse Pressearbeit und sinnvolles Website-Management sieht anders aus *lol*. Aber am Wochenende noch groß von Presskodex und freier Berichterstattung und so tönen! Ganz arm ey!!

  29. flo schreibt:

    Obwohl ich ehemaliger nah-bei-Stuttgart-wohnender bin (und nach wie vor schwul), kannte ich das “schwulst” bisher garnicht.

    Und nach dem was ich hier lese, ist das wohl auch kein Unglück..

    Weitermachen! :mrgreen:

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