Suchen & Finden auf Teneriffa :-)
Meine Mutter hat ja Geburtstag – einmal im Jahr. Das reicht auch im Regelfall, und ist so schwer nicht zu merken – möchte man meinen. Seit einigen Jahren fahren meine Eltern just über den Geburtstag meiner Mutter nach Teneriffa, um dort einige Wochen zu verweilen. Geburtstag unter Palmen – schön.
Trotzdem ist es jedes Jahr ein kleines Drama, wenn es um den Geburtstag der Mutti geht – zumindest für die Zurückgeblieben und Daheimgelassenen.. Sohn und dessen Schwester resp. Tochter der Mutter. Jedes Jahr stimmt man sich als “Kinder der Eltern” erneut ab und jedes Jahr vergisst man den Geburtstag – oder ist zumindest immer kurz davor
Aber Mutti will ja auch gar nicht, dass man anruft und gratuliert “Ihr glaubt doch nicht, dass ich an meinem Geburtstag im Hotel sitze und auf einen Anruf warte”… erzählt sie immer wieder.. und ist dann trotzdem beleidigt wenn keiner anruft
Und dieses Jahr kam ihr die glorreiche Idee, dass ein Geburtstags-Telefax ja auch eine Möglichkeit wäre. Recht hat sie… und deshalb schickte ich dieses mal ein Fax nach Teneriffa
“Alles Gute zum Geburtstag” stand dort – schön ausgearbeitete mit einem kleinen Maulwurf der Blumen überbringt. Und noch “Norman und Marcus”. Mehr nicht. Auf DIN A4 nicht zu übersehen und wunderhübsch! Schnell hingefaxt und kaum hatte ich die Sendebestätigung in der Hand dachte ich.. “Hmm.. vielleicht wäre ein Name nicht schlecht geswesen”. Nochmal faxen? Neee.. so viele Menschen wird es schon nicht geben, die Geburtstag haben und deutsche Faxe bekommen – in Teneriffa um diese Jahreszeit
Zudem sind wir Schwaben
Ich überlegte nachdem mir der fehlende Name aufgefallen ist ja noch aus Gag mehrere Versionen hinterher zu senden.. einmal ohne Namen (wie getan) und einmal mit “Liebe Mutti” einmal mit “Hallo Du” und so weiter.. Aber man ist ja Schwabe – zudem hätte bestimmt der Hotelfuzzi das als bösen Spam angesehen und alles gleich durch den Schredder gelassen. Ich hätt’s bestimmt getan, wenn ich humorloser Hotelfuzzi wäre
Vor ein paar Tagen kam eine Karte aus Teneriffa auf der Stand:
Lieber Norman, lieber Marcus.
Vielen Dank für Euer Fax zu meinem Geburtstag. Ich habe mich sehr darüber gefreut, nicht so der Chefportier, der bei über 300 Gästen recherchieren mußte, wer denn Geburtstag hat. Schließlich fanden sie mich und beschenkten mich mit Obst + Schaumwein. Der Name Mitschele ist zwar nicht wunderschön, aber manchmal nützlich, wenn man ihn nennt z.B. bei einem Geburtstagsfax. Hier ist alles prima. Liebe Grüße.
Wo sie recht hat, hat sie recht.. Der Name ist wirklich nicht der hübscheste. Aber mit Namen, wäre der Chefportier ja ganz unbespaßt direkt zum Schaumwein- und Obstlager gestapft, statt sich durch die Gästeliste zu kämpfen
Und so hatten doch alle was davon.
P.S. NEIN. Ich kommuniziere mit meiner Mutter auch noch auf normalem Wege – und nicht nur noch über Postkarten, falls einer den Verdacht heben sollte
- Ich bin ein grauenhafter Sohn :-)
- Na, da gratulier ich doch mal…
- Heute hat er Geburtstag
- Was wünscht Du Dir eigentlich zu…. ?
- Dann mal eine Erklärung
Tags: Geburtstag, Mutter, Postkarte, Teneriffa, unerwartete Post



06. Februar 2010 at 01:23
doch, doch…den Verdacht hatte ich irgendwie…
Aber will ich Dir mal glauben.