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Nie wieder Monopoly!

Dienstag, 03. November 2009 von Kangaroo MusiQue
Monopoly in der Visa-Edition

Monopoly in der Visa-Edition

Monopoly? Kennt man ja. Das Spiel um Macht, Geld, Hotels und dem Weiss im Auge des Gegners, der mit seiner Spielfigur auf der vollflächig bebauten Schlossallee landet.

Schönes Spiel eigentlich, für jemanden, der gerne strategisch vorgeht, eiskalt Strassenzüge abcheckt, Pro- und Contra- von An- und Verkäufen im Geiste durchgeht und die Schritte seiner Gegner versucht zu erahnen, und sich innerlich vor Lachen biegt,  wenn man auf die Frage “Wie? Ach Du brauchst nur noch die Lessingstraße?” einen treuen Hundeblick zurück bekommt. Eine Art Schach-Poker-Kombination für den Kleinen Mann mit zu viel Spielgeld :-)

Gestern war ich zum Spieleabend eingeladen, Monopoly in der Visa-Edition – ohne Geld, dafür mit Plastikkarte. Lustige Sache eigentlich, sehr amüsant! Vor allem die Transaktionsvorgänge beim Hin- und Herbuchen von Miet- und Hypothekenzinsen. Irgendwann dreht zwar der durch, der die Bank hat – aber man darf dabei zugucken :-) Und das hat auch was ganz Eigenes, wenn man sieht, wie im Laufe der Spielzeit der Banker immer hibbeliger und verwirrter wird – “Frau Mülläää!! Kasse 3, Storno!!!!!”.  Aber hey… it’s fun! Definitiv! Hätte ich nicht gedacht.
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Warum gibt es so unhöfliche Menschen?

Donnerstag, 19. März 2009 von Kangaroo MusiQue
Sind doch nur Peanuts...

Sind doch nur Peanuts...

Kein “Grüss Gott”, kein “Ade”. Kein Anstand!? Kein “Bitte” und erst recht kein “Danke”. Kein Erinnerungsvermögen. Überhaupt kein Vermögen – höchstens Unvermögen.

Leih jemandem 5 Euro und er verspricht dir hoch und heilig es zurückzuzahlen. Ich leihe dann, weil ich guten Glaubens bin. Und erhalte das Geld nie wieder. Steigert man die Summe auf 50 Euro, ist es keinen deut besser. So bezahlt man mal so eben für einen Mega-Konzern die Ersatzschlüssel beim Schlüssel-Service, weil der, den man kurzfristig woh als Hausmeister-Boy abgestellt hat, grad kein Geld oder eben zuwenig dabei hat. Erhöht man die Summe auf 500 Euro – es ändert sich nix. Die Versprechen und Zusagen sind enorm. Da wird aus einem Monat dann aber schon schnell mal ein dreiviertel Jahr – die Waage nicht eingeschlossen. “Ende Januar, ganz bestimmt”.. “Ende Februar, ganz bestimmt”…. jetzt ist es schon bald Ende März… Im August feiere ich dann das Einjährige :-)

Inzwischen leihe ich nur noch kleine Summen, wenn überhaupt – und weise darauf hin, dass ich weiss, dass ich das Geld sowieso nie wieder sehen werde. “Doch doch, klar. Ich zahle immer alles zurück. Es ist ja nur, weil ich grad zu wenig einstecken habe.. Gaaaanz bestimmt. Ich bin noch nieeeee jemandem etwas schuldig geblieben…” sprachs, und so warte ich seit Januar auch hier mal wieder auf 5 Euro. Ich könnte ja immer wieder mal dran erinnern. Aber warum? Damit der andere in Entschuldigungs-Mühen ausbrechen muss und mir erklärt, dass er sonst nieeee so wäre? Ich sehe diese 5 Euro-Einheiten inzwischen als obligatorisches Lehrgeld an. Das Lehrgeld, welches ich GERNE bezahle um die Spreu vom Weizen zu trennen.

Ich habe einen langjährigen Freund, dem habe ich vor vielen vielen Jahren ohne mit der Wimper zu zucken 1000 Euro (oder waren es noch Mark?) geliehen – nur für ein paar Wochen wegen Überbrückung beim Jobwechsel  – und obwohl ich das Geld selber kaum hatte in dieser Zeit, war das kein Thema! Und das war es dann tatsächlich auch nicht. Innerhalb kurzer Zeit war das Geld wieder da. Ohne Nachfragen, ohne Hinterhertelefonieren, ohne Murren. Und ich würde ihm jederzeit wieder unter die Arme greifen, wenn es notwendig wäre, und er sicherlich mir. Und deshalb ist er Weizen, und die meisten anderen eben doch nur Spreu. Leider.

Aber so wie man freundlich grüsst, wenn man jemanden online oder offline trifft, und sich auch verabschiedet, wenn man geht, so wie man Danke sagt, wenn man Brötchen bekommt, und Bitte wenn man das Geld gibt, und wieder Danke, wenn man noch was raus bekommt, oder einem die Tür aufhält, so gehört es sich einfach, dass man das was man leiht wieder zurückgibt. Jeder hat irgendwo irgendwas rumstehen, was ihm nicht gehört.. und es nur ausgeliehen hat. Nach x Jahren geht es in den Besitz über. Ich habe sowas mit den Kurz-Hanteln von BaumBaum. Die liegen hier seit Jahren rum und warten auf Zurückbringung oder Abholung. Aber immer wenn ich nach Stuggi fahre, vergess ich die Dinger und man schleppt auch nicht freiwillig 40 Kilo mit sich rum :-) Ich bin also keinen Deut besser? Doch, ich denke schon.

Danke für die Aufmerksamkeit.